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Begriff Definition
A  
ACR Das Verhältnis von Kabeldämpfung zu Nebensprechdämpfung bestimmt die Qualität des Übertragungskanals. Dieses Verhältnis wird ACR genannt. Der ACR-Wert gibt die Beziehung zwischen der Dämpfung und dem Nahnebensprechen bei einer bestimmten Frequenz an
Ader Leiter mit seiner Isolierung einschließlich etwa vorhandener Leitschichten
Aderleitung Einadrige Leitung für geschützte feste Verlegung z.B. in Rohren oder Kanälen
Aussenkabel Kabel geeignet für Außenverlegung
Aussenleiter Leiter, der die Stromquelle mit dem Verbraucher verbindet, aber nicht vom Mittel- oder Sternpunkt ausgeht
Auswahlprüfung Prüfung an Fertigungslängen oder Teilen davon, in Abhängigkeit von der Fertigungsmenge
AWG Abkürzung für American Wire Gauge, eine Standard-Maßangabe von Leiterabmessung
AWM UL-Bezeichnung für Appliance Wiring Material
B  
Bandbreite Frequenz, bei welcher der Betrag der Übertragungs- 
funktion eines LWL auf die Hälfte des Wertes abgefallen ist, den er bei der Frequenz Null hatte
Bandbreiten-Längen-
Produkt
Ein Maß für den Frequenzbereich, den ein LWL von einem Kilometer Länge übertragen kann. Dieser Wert ist konstant
Bandleitung Eine Doppelleitung, bei der die beiden Leiter aus parallelen Bändern mit einem gegebenen Abstand bestehen
Baud Einheit für die Schrittgeschwindigkeit bei der Übertragung von Nachrichten. Ein Schritt pro Sekunde
BK Abkürzung von Breitbandkommunikationskabel. Übertragung von vielen Informationen über ein Kabelsystem
Beilauf Als Füll- oder Stützelement in Kabelverseillagen aus geeignetem Material
Berührungsspannung Teil einer Fehlerspannung, der von Menschen überbrückt werden kann
Bestellänge Vom Auftraggeber bestellte Kabel- oder Leitungslänge
Betriebserdung Erdung eines Punktes des Betriebstromkreises, wie Mittelpunkt, Sternpunkt, Neutralleiter oder Außenleiter
Betriebskapazität Bei einer Ader: Kapazität zwischen einem Leiter und allen übrigen miteinander, ggf. mit dem Metallmantel verbundenen Leiter eines Kabels. Bei Leitungskreisen mit Paar, Vierer und Phantom: Kapazit zwischen den Adern a und b dieser Leitungskreise
Betriebsmittel Alle Gegenstände, die dem Anwenden elektrischer Energie dienen
Betriebsspannung Die jeweils örtlich zwischen den Leitern herschenden Spannung an einem Betriebsmittel
Bewehrung Metallene Hülle aus Bändern, runden oder flachen Drähten (bei LWL auch Kunststoffasern) zum Schutz des Kabels gegen äußere mechanische Beanspruchungen
Bewicklung Über Verseilverbund bzw. Kabelseele ein oder mehrere Lagen Bänder aus Kunststoff oder Papier
Bezugserde Teil der Erde außerhalb des Einflußbereiches einer Erde oder einer Erdungsanlage
Brandfortleitung Eigenschaft, welche die das Verhalten des Kabels unter Flammeinwirkung (insbesondere die Brandfortleitung) beschreibt. Die Prüfung erfolgt nach VDE 0472 T. 804
Brandlast Energie, die beim Verbrennen einer bestimmten Menge Kabel bzw. anderer Baumaterialien freigesetzt wird. Die maximal zulässige Brandlast in bestimmten Bauabschnitten wird in VDE 0108, Beiblatt 1, sowie ggf. den Landesbauordnungen festgelegt
Brechungsindex Faktor, um den die Lichtgeschwindigkeit in einem optischen Medium kleiner ist als im Vakuum
Brennverhalten Eigenschaft, welche die das Verhalten des Kabels unter Flammeinwirkung (insbesondere die Brandfortleitung) beschreibt. Die Prüfung erfolgt nach VDE 0472 T. 804
Bruchlast Produkt aus Nennquerschnitt und Zugfestigkeit
Bündelader Aderaufbau, bei dem mehrere Fasern in einer gemeinsamen Hülle geführt werden
BUS Eine Netzwerktopologie, die sich dadurch auszeichnet, daß ein einzelnes Kabel zu allen Arbeitsstationen führt
C  
CEBEC Belgische Approbationsinstitution "Comité Electrotechnique Beige Service de la Marque"
CENELEC Europäische Normungsinstitution "European Committee for Electrotechnical Norms"
Circular Mil (CM) Maßangabe für Leiterquerschnitt in 1/1000 inch (0,001") von Kreisdurchmesser
Coating Primäre Kunststoffschicht direkt auf dem Mantelglas. Sie dient zum mechanischen Schutz der Oberfläche
Copolymere Eine Mischung aus zwei oder drei monomere in einer Kette polimerisieren, heißen Copolymere
Crimp Herstellung von Leiterverbindungen bzw. Kabelschuhen durch Presstechnik
CSA Abkürzung für Canadian Standards Association
D  
Dämpfung Verminderung der optischen Signalleistung zwischen zwei Querschnittsflächen eines LWL. Sie ist abhängig von der Wellenlänge
DIN Deutsches Institut für Normung
Dispersion Die Streuung der Gruppenlaufzeit in einem LWL. Man unterscheidet Moden-, Material- und Wellenleiterdispersion
Durchschlag Ladungsausgleich, bei dem eine Isolation zerstört wird
E  
EIA Abkürzung für Electronic Industries Association
Einfügedämpfung Dämpfung, die durch Einfügen eines optischen Bauelementes in eine optische Übertragungsstrecke verursacht wird
Elastomere Die große elastische Dehnbarkeit dieser Stoffe, die durch Einwirkung einer geringfügigen Kraft sich um mindestens das doppelte ihrer Ausgangslänge dehnen lassen und die nach Aufhebung des Zwanges wieder rasch und praktisch vollständig in die ursprüngliche Form zurückkehren
EMK Elektro Motorische Kraft
EMV Elektromagnetische Verträglichkeit - Elektromagnetische Störfestigkeit und Störaussendung eines Kabels oder eines Systems
EPR Äthylen-Propylen-Kautschuk
Erder Ein Leiter, der in Erde eingebettet ist und mit ihr in leitender Verbindung steht oder ein Leiter, der im Beton eingebettet ist, der mit der Erde großflächig in Berührung steht
Erderspannung Auftretende Spannung bei Stromfluß durch einen Erder zwischen diesem und der Bezugserde
Erdkabel Für das Auslegen im Erdreich vorgesehene Außenkabel
Erdkopplung Kapazitive Kopplung zwischen einem symmetrischen Sprechkreis und unsymmetrischen Erdkreis des betreffenden Verseilelements
ETFE Ethylen-Tetrafluorethylen-Copolymer, besonders geeignet in der Wire-Wrap-Technik
Extrudieren Verfahren zum kontinuierlichen Aufbringen von Isolier- oder Mantelwerkstoffen
F  
Faser Optisches Übertragungsmedium, bestehend aus Kern- und Mantelglas
FEP Perfluorethylenpropylen-Copolymer
Fertigungslänge Länge eines Kabel oder einer Leitung am Ende des Herstellungsprozesses
Fertigungslos Kabel- oder Leitungslängen, die unter Bedingungen gefertigt sind, die als einheitlich angesehen werden
Flammwidrigkeit Ein Material aus thermoplastischem PVC bei dem entstehenden Flammen nach der Flammeinwirkung von selbst verlöschen
FR-1 Ein Prüfverfahren von underwriters Laboratories für Kabel und Leitungen, eine vertikale Flammprüfung, ersetzt durch Prüfart VW-1
Frequenz Anzal der Schwingungen in einer Sekunde
Frequenzband Frequenzbereich oder Wellenbereich
Funktionserhalt Ein Funktionserhalt für Kabelanlagen über 30 oder 90 Minuten wird gem. VDE 108 sowie den geltenden Landesbauordnungen für bestimmte Bauabschnitte gefordert. Der Nachweis erfolgt durch die Prüfung nach DIN 4102 T.12. Für die geprüfte Kabelanlage wird von einer Amtlichen Materialprüfanstalt ein spezielles Bauaufsichtliches Prüfzeugnis ausgestellt
G  
Gauge Angabe über physikalische Drahtabmessung
Gemeinsame Aderumhüllung Nichtmetallene Hülle, welche die verseilten Adern eines mehr oder vieladrigen Kabels bedeckt und über der weitere Aufbauelemente aufgebracht sind
Gleichstrom Ein Strom der ständig in gleicher Richtung fließt
Gradientenindex-
Faser
Brechungsprofil eines LWL, bei der der Brechungsindex des optischen Kerns von innen nach außen - meist parabelförmig - abnimmt
Grenzwert Der in einer Festlegung enthaltene größte oder kleinste zulässige Wert einer Größe
Grundbündel
(Fernmelde-Kabel)
Ein Grundbündel besteht aus 5 zusammengefaßten Stern-vierer
H  
Hauptbündel
(Fernmelde-Kabel)
Ein Hauptbündel besteht aus 5 oder 10 zusammengefaßten Grundbündel
HF Hochfrequenz
Hochspannung Kabel mit mehr als 600 V Betriebsspannung
Hohlader Aderaufbau, bei dem eine LWL-Faser lose von einer Hülle umgeben ist.
Hybridkabel Kabel mit verschiedenen Übertragungsleitungen wie LWL, Kupferleiter, HF-Leiter
Hypalon Chlorsulfoniertes Polyethylen, synthetische Gummi, ozonresistent
I  
IEC Abkürzung für International Electrotechnical Commission
Impedanz Scheinwiderstand eines elektronischen Vierpols; er setzt sich zusammen aus dem ohmschen Widerstand und den frequenzabhängigen Widerständen von Induktivitäten und Kapazitäten.
Impuls Ein einmaliger stoßartiger Vorgang
Induktion Elektromagnetische Induktion ist der Vorgang, bei dem in einem Leiter ein EMK erzeugt bzw. bei geschlossenem Stromkreis ein Induktionsstrom hervorgerufen wird
Induktive Kopplung Gegeninduktivität zwischen zwei Sprechkreisen
Innenkabel Kabel für Verlegung in Innenräumen
Innenleiter Bei Koaxialpaar im Kern liegende Zentralleiter, Innenleiter genannt
Isolationserhalt Der Isolationserhalt über 180 Minuten wird durch die Prüfung nach VDE 0472 T. 814 nachgewiesen. Kabel mit dieser Eigenschaft wird mit dem Kurzzeichen "FE 180" ergänzt. Er wird oft mit dem Funktionserhalt verwechselt
Isolationswiderstand Er wird bestimmt durch das Isolationsmaterial; wobei die Materialbeschaffenheit entscheidender ist, als die Isolationsdicke. Der Isolationswiderstand ist längenabhängig
Isolierhülle (elektrische) Isolierung, die auf einen Leiter aufgebracht ist
Istwert Festgestellter Merkmalswert
J  
K  
Kabel Mehrere isolierte Leiter unter gemeinsamer Schutzhülle zur Übertragung von elektrischer Energie Starkstrom-Erdkabel, Fernmelde-Außen- oder Innenkabel, Schaltkabel etc
Kabelseele Ein Verseilbund in konzentrischen Lagen oder in Bündelverseilung einschließlich Bewicklung und/oder des darüberliegenden Innenmantels
Kernglas Zentraler Bereich der Faser, der zur Wellenführung dient. Der Kernglas hat einen höheren Brechungsindex als das Mantelglas
KEMA KEUR Keuring van Elektrotechnischen Materialien (Nederland)
Konzentrischer Leiter Leiter, der konzentrisch über der/den Adern liegt
Kopplung induktiv Gegen Induktivität zwischen zwei Sprechkreisen (mag. Kopplung)
Kopplung kapazitiv Entstehen durch Unterscheide in den Kapazitäten der Adern gegeneinander und gegen Erde
Kopplungswiderstand Maß für die Güte der Schirmung, wird definiert als das Verhältnis der Spannung längs des Schirms des gestörten Systems zum Strom des störenden Systems
Korrosion Korrodierung von Werkstoffen und Materialien durch chemische und Umweltbedingungen
Kunststoffkabel Kabel mit einer extrudierten Isolierung aus Kunsstoff, z.B. PVC, VPE
Kurzschlußfest Ein Betriebsmittel gilt als kurzschlußfest, wenn es den thermischen und dynamischen (mechanischen) Wirkungen des an seinem Einbauort zu erwartenden Kurzschlußstromes standhält, ohne daß seine Funktionsfähigkeit beeinträchtigt wird
Kurzschlußsicher Strombahnen und Betriebsmittel sind kurzschlußsicher, wenn unter bestimmungsgemäßen Betriebsbedingungen kein Kurzschluß auftreten kann
Kurzschlußstrom Überstrom, der infolge eines Fehlers zwischen zwei aktiven Leitern zum fließen kommt
KV Abkürzung für Kilovolt = 1000 Volt
KVA Abkürzung für Kilovolt x Ampere
KW Abkürzung für Kilowatt = 1000 Watt
Kynar Polyvinylidenfluorid (PVDF), Dauertemperatur max. 130°C
L  
LAN Local Area Network (lokales Netz)
Leiter Teil (aus einem oder mehreren Metalldrähten zum Fortleiten des elektrischen Stroms
Leiter; eindrähtig Leiter, der nur aus einem einzelnen Draht besteht
Leiter; feindrähtig Leiter, der aus vielen dünnen Einzeldrähten besteht
Leiter; konzentrisch Leiter, der einen oder mehrere isolierte Leiter konzentrisch umschließt
Leiter; mehrdrähtig Leiter, der aus mehreren Einzeldrähten besteht
Leiter; sektorförmig Leiter, dessen Querschnitt annähernd einem Kreissegment entspricht
Leiter; verdichtet Verseilter Leiter, bei dem die Zwischenräume zwischen den Einzeldrähten durch mechanische Pressung oder durch Ziehen verkleinert wurde
Leitschicht Leitende Schicht zur Steuerung des elektrischen Feldes der Isolierhülle und zur Vermeidung von Hohlräumen an den Grenzen der Isolierhülle
Leiterwiderstand Gleichstromwiderstand des metallenen Leiters
Lieferlänge Länge des Kabels oder der Leitung bei der Lieferung
LOCA Abkürzung für Loss of Coolant Accident. Ein System, das mit Kernkraftwerken verbunden ist. Thermische Überlastbarkeit des Kabels, bei gleichzeitiger Beständigkeit gegen Wasserdampf bei Überdruck
Luftkabel Kabel, die zwischen zwei Masten aufgehängt werden. Luftkabel und Stahldrahtseil sind durch einen Kunststoffmantel überzogen und miteinander verbunden
M  
Mantel Geschlossene Hülle zum Schutz der darunterliegenden Aufbauelemente
Mantelglas Das gesamte optische Material, das den optischen Kern umgibt. Das Mantelglas hat einen niedrigeren Brechungsindex als das Kernglas
Mantelleitung Ein- oder mehradrige Leitung mit Mantel für feste Verlegung
MCM Maßangabe für größere Querschnitte bei AWG-Maßen.
1 MCM = 1000 circular mils = 0,5067 mm²
Megarad Maßeinheit für Strahlenbeständigkeit
1 Megarad = 1 Million rad = 10
Ù6 rad oder 10Ù6 cJ/kg
Mittelwert Summe der Beobachtungswerte dividiert durch die Anzahl der Beobachtungen
Moden Alle ausbreitungsfähigen Lichtwellen in einem LWL
Modulationskabel Zur Fernsehübertragung von einem zentralen oder einem Abzweigpunkt zu Fernsehsendern
Monomodefaser Fasertyp, bei der bei der Betriebswellenlänge nur ein Mode ausbreitungsfähig ist. Typische Dimension ist 9/125
MTW Machine Tool Wire
Multimodefaser Fasertyp, bei der bei der Betriebswellenlänge mehrere Moden ausbreitungsfähig sind. Typische Dimensionen sind 50/125 und 62,5/125
Mylar Polyesterfolie
N  
Nahnebensprechen (NEXT) Maß für die gegenseitige Störung zwischen zwei benachbarten Adernpaaren. Das Nahnebensprechen gibt an, wie stark das Signal eines Adernpaares in das andere Adernpaar induziert wird. Gefordert werden möglichst hohe Werte
NEC National Electric Code
NEC Article 725 Enthalten alle Artikel von Signal-, Steuer- und Nachrichtenkabeln
NEC Article 760 Enthalten alle Artikel von Kabeln für Feuer und Alarmanlage bis 600 V Anlage
NEMA National Electrical Manufactures Association
NEMKO Norges Elektriske Materiallkontroll (Norwegen)
Nebensprechen Unerwünschte Übertragung von Nachrichten, verursacht durch Kopplungen zwischen den einzelnen Sprechkreisen
Nebensprechkopplungen Unterteilt bei Fernmeldekabeln in kapazitive und induktive Kopplungen
Nennspannung Geeigneter gerundeter Wert einer Spannung zur Bezeichnung eines Kabels oder einer Leitung. Sie wird durch die Angabe von 2 Wechselspannungen (Uo/U) in kV ausgedrückt:
Uo: Effektivwert zwischen einem Außenleiter und Erde
U: Effektivwert zwischen zwei Außenleitern eines mehr- oder vieladrigen Kabels oder eines Systems von einadrigen Kabeln im Drehstromnetz
Nennwert Ein geeigneter gerundeter Wert einer Größe zur Bezeichnung oder Identifizierung eines Elements, einer Gruppe oder Einrichtung
Neper Angabe des Verhältnisses von Spannungen, Strömen oder Leistungen durch seinen natürlichen Logarithmus. 1 Np = 8,686 dB
Netzwerk Eine Netzstruktur wie die Teile eines Netzes miteinander verbunden sind
Nylon (PA) Eine Gruppe von Polyamid, vorwiegend eingesetzt als äußere Schutzhülle, chemische Beständigkeit gegen Benzin, Öl und Fett
O  
Ohm Ein elektrischer Leiter, durch den ein Strom von 1 Ampere fließt, hat den Widerstand 1 Ohm, wenn die Spannung zwischen seinen Enden 1 Volt beträgt
Optische Fenster Wellenlängenbereiche, in denen LWL besonders niedrige Dämpfungswerte aufweisen:
1. Optische Fenster: 850 nm
2. Optische Fenster: 1300 nm
3. Optische Fenster: 1550 nm
Ortskabel Kabel für Fernsprechortsnetze,   je nach Verwendungszweck unterteilt in Ortsanschlußkabel und Ortsverbindungskabel
OTDR Gerät zur Dämpfungsmessung nach dem Rückstreuverfahren 
OVE Österreichischer Verband für Elektrotechnik
Ozon Aus drei Atomen Sauerstoff aufgebaute Moleküle. Ein tiefblaues Gas von charakteristischem Geruch
Ozonbeständigkeit Bei Hochspannungsleitungen für Neonröhren, Zündkerzen und Röntgenröhren entsteht durch hohe elektrische Feldstärken an der Grenze Kabel - Luft Ozon. Dieses greift insbesondere bei zusätzlicher mechanischer Beanspruchung die Isolation an. Bei Kautschuk entstehen die gefürchteten Ozonrisse
P  
Paar Zwei miteinander verseilte Adern, die einen Leitunskreis (Schleife) bilden
PEN-Leiter Leiter, der die Funktionen von Neutral- und Schutzleiter übernimmt, auch Nulleiter genannt
PiMF Paare in Metallfolie; einzeln geschirmte Paare in Fernmelde- oder LAN-Kabeln
Polychloropren (CR) CR ist eine Kautschukvulkanisat, gummiähnliche Mischung mit guter Witterungsbeständigkeit, Abriebfestigkeit, beständig gegen Öle, Feuchte, Licht, Sauerstoff, Ozon und chemische Lösung
Polyester (PETP) Polyethylenterephthalate sind als lineare gesättigte Polyester thermoplastische Kunststoffe mit hoher Spannungsrißbeständigkeit, beständig gegen Wasseraufnahme
Polyethylen (PE) Ein makromolekularer Kohlenwasserstoff mit paraffinähnlichem Aufbau, mit seinen vorzüglichen dielektrischen Eigenschaften, z.B. niedrige Dichte, hohe Zähigkeit und Reißdehnung, sehr gutes elektrisches Isolierverhalten, geringe Wasseraufnahme und in fast allen organischen Lösungsmitteln praktisch unlöslich
Polymer Ein Makromolekül aus vielen kleinen Grundbausteinen, den Monomeren aufgebaut. Wichtigstes Polymere sind Thermoplaste (Plastomere), Elastomere und Duroplaste
Polyolefin Die zur Gruppe der Polyolefine zählenden Kunststoffe wie Ethylen-, Propylen- und Butylpolymere, sind teilkristalline Thermoplaste, mit guter chemischer Beständigkeit, hoher Zähigkeit und Reißdehnung sowie guter elektrischer Isoliereigenschaften
Polypropylen (PP) Polypropylen wird durch Polymerisation hergestellt und gehört zu den teilkristallinen Thermoplasten, ähnlich wie Polyethylen, jedoch hohe Steifigkeit, Härte und Festigkeit mit guten elektrischen Eigenschaften
Polyurethan (PUR) Die thermoplastische Polyurethane sind in ihren Eigenschaften den Polyamiden ähnlich, nehmen im Gegensatz zu diesen kaum Wasser auf, mit hervorragenden mechanischen Eigenschaften, schlagfest, kerbzäh, hohe Flexibilität bei tiefen Temperaturen, gute Beständigkeit gegen Abrieb
Polyvinyl Chloride (PVC) Ein Polymerisationsprodukt des Vinylchlorids, vorwiegend amorpher Kunststoff mit geringen kristallen Anteilen, um den verschiedenen Anforderungen zu genügen mit Zusatz- und Hilfsstoffen gemischt, wie Stabilisatoren, Gleitmittel, Weichmacher, Füllstoffe, Pigmente etc.
Q  
Querleitwendel Kupferband zur Herstellung einer leitenden Verbindung der einzelnen Drähte eines Schirms oder konzentrischen Leiters
R  
Rauchdichte Wird an halogenfreien Kabeln und Leitungen entsprechend VDE 0472 T. 816 gemessen, entspricht IEC 1034-1
Regellänge Für bestimmte Typen festgelegte Länge, die zur Auslieferung gelangen, wenn nicht anders vereinbart
Reihenspannung Genormte Spannung, nach der die Isolation eines Betriebsmittels bemessen wird
RG/U Abkürzung von Radio Government, Universal. RG ist eine Militär-Bezeichnung für Koaxialkabel in MIL-C-17, R = Radio, G = Guide, U = Utility
Richtwert Wert einer Größe, dessen Einhaltung empfohlen wird, ohne daß Grenzwerte vorgegeben sind
Rückflußdämpfung Logarithmisches Verhältnis der eingestrahlten Lichtleistung zur zurückgestrahlten Leistung
S  
Schaltdraht Installationsdraht zum Verbinden von verschiedenen Stromkreisen
Schaltkabel Zur Verbindung von mehreren Fernmeldegeräten
Schirm
(Starkstromkabel)
Metallene Hülle aus Kupferdrähten und/oder Kupferbändern, auch aus geflochtenen Kupferdrähten
Schirmung
(Fernmelde-, Elektronik-, LAN-Kabel)
Die Schirmung reduziert elektromagnetische Einstreuungen und Interferenzen auf den signalführenden Leiter sowie Streuungen aus dem Kabel auf die Umwelt. Üblich sind Folien- und Geflechtschirmungen. Ein Maß für die Schirmgüte ist der Kopplungswiderstand
Schlauchleitung Ein- oder mehradrige flexible Leitung mit Mantel
Schleifenwiderstand Eine Summe der Gleichstromwiderstände von 2 Adern - die Hin- und Rückleitung eines Leitungskreises
Semi-Rigid PVC (SR-PVC) Eine harte, jedoch halbflexible PVC-Mischung mit wenig Weichmacherinhalt (Shore A ³ 97) für Termi-Point-Verdrahtungstechnik
SEMKO Svenska Elektriska Materielkontrollanstalten (Schweden)
Silicon Hochmolekulare Stoffe mit Silizium und Sauerstoff als aufbauende Kettenglieder, hohe Wärmebeständigkeit, geringe Wasseraufnahme, Physiologisch unbedenklich
Spannungsabfall Potentialdifferenz zwischen zwei Punkten eines elektrischen Leiters
Spark-Test Durchlaufspannungsprüfung
Spleißen Die Adern bei Außenkabeln durch Verwürgen der Leiter mit Splitzenverlötung oder durch Verbinden der Leiter miteinander durch Adernverbindungshülsen
Spleißstelle Bei Außenkabeln liegen die Spleiß- oder Verbindungsstellen in einer Verbindungsmuffe, Abzweigmuffe, Kreuzungsmuffe etc.
Staku Stahlkupfer, Kupfer und Stahl zusammen verschweißt
Starkstrombeeinflussung Gefährdung oder Störung des Nachrichtenverkehrs in Fernmeldeanlagen durch Starkstromanlagen
Stegleitung Mehradrige Leitung, bei der die Adern flach nebeneinander angeordnet sind und von einer dünnen Umhüllung umgeben sind, für geschützte feste Verlegung z.B. in oder unter Putz
Stern-Vierer Vier miteinander verseilte Adern, von denen jeweils 2 diametral gegenüberliegende einen Leitungskreis (Stamm, Schleife) bilden
Strombelastbarkeit Höchstzulässiger Strom, der unter festgelegten Bedingungen übertragen werden kann
Stückprüfung Prüfung an jeder Fertigungslänge
SZ-Verseilung Verseilen mit wechselnder Schlagrichtung
T  
Teflon Handelsname von Du Pont, vollfluorierte Kunststoffe sind PTFE, FEP und PFA
Tefzel ETFE Ethylen-Tatrafluorethylen-Copolymerisat Handelsname: Tefzel von Du Pont
Thermoplaste Thermoplaste sind aus linearen bzw. verzweigten Molekülen aufgebaut, die sich im warmen Zustand verformen bzw. bei Kälte verfestigen
Trägerfrequenz Die Frequenz derjenigen Schwingungen, deren Amplitude, Frequenzen oder Phasen durch das Signal beeinflußt wird
Tragorgan Bauelement eines Kabels oder einer Leitung zur Aufnahme von Zugkräften
Tragseilluftkabel Das eigentliche Kabel ist mit dem Tragseil durch einen gemeinsamen Kunststoffmantel, der beide Teile in Achtform umschließt, fest verbunden
Trennschicht Dünne Lage zur Vermeidung gegenseitiger schädlicher Einflüsse zwischen verschiedenen Aufbauelementen, z.B. Leiter und Isolierung, Isolierung und Mantel
Triaxial Kabel Ein Dreileiterkabel, auf drei zusammenhängenden Achsen aufgebaut. Ein Leiter in der Mitte, der zweite Leiter konzentrisch um den ersten Leiter und der dritte Leiter isoliert vom ersten und zweiten, normalerweise durch Isolation, ein Geflecht und einen Außenmantel
Typprüfung Prüfung, ob das Kabel oder die Leitung allen Ansprüchen genügt (wird in der Regel nur ein mal durchgeführt)
U  
Überstrom Strom, der die zulässige Strombelastbarkeit Iz überschreitet
UL Abkürzung für Underwriters Laboratories
UV-Strahlung Ultraviolettstrahlung. Elektromagnetische unsichtbare kurzwellige Strahlung im Wellenlängenbereich zwischen etwa 14 µm und etwa 3 x 10 hoch 4, schließt im Spektrum an violett an
V  
VDE Verband Deutscher Elektrotechniker e.V.
Verbrennungswärme Energie, die beim Verbrennen einer bestimmten Menge Kabel bzw. anderer Baumaterialien freigesetzt wird. Die maximal zulässige Brandlast in bestimmten Bauabschnitten wird in VDE 0108, Beiblatt 1, sowie ggf. den Landesbauordnungen festgelegt
Verdrahtungsleitung Einadrige Leitung für die innere Verdrahtung von Betriebsmitteln
Verlustfaktor Verhältnis von Wirkleistung zu Blindleistung bei sinusförmiger Spannung. Der Verlustfaktor ist temperatur-, kapazitäts- und frequenzabhängig
Verlustleistung Die in Wärme oder sonstige Verlustenergie umgesetzte Leistung
Verseilen Wendelförmiges Zusammenlegen von Verseilelementen mit vorgegebener geometrischer Anordnung im Querschnitt des Leiters oder des Kabels
Verwürgen Wendelförmiges Zusammenlegen von Einzeldrähten ohne vorgegebene geometrische Anordnung im Litzenquerschnitt
Vierer Vier miteinander verseilte Adern, von denen jeweils 2 diametral gegenüberliegende einen Leitungskreis (Stamm, Schleife) bilden
ViMF Vierer in Metallfolie; einzeln geschirmte Vierer in Fernmelde- oder LAN-Kabeln
Vollader Fasertyp, bei der unmittelbar über dem Coating eine feste Umhüllung aus Kunststoff angebracht ist
Volt Ein Volt ist jene Spannung, die in einem Widerstand von 1 Ohm einen Strom von 1 A hervorruft
VPE Vernetztes Polyethylen
W  
Wanddicke Dicke einer Leiterisolation oder eines Mantels
Wellenbereich Je nach Anwendung Unterteilung der Frequenzen in verschiedene-Bereiche
Wellenlänge Länge einer vollen Wellenschwingung (Periode). In der optischen Nachrichtentechnik werden üblicherweise drei Wellenlängenbereiche genutzt, und zwar 850 nm, 1300 nm und 1550 nm
Wellenwiderstand Das auf einer reflexionsfrei abgeschlossenen Leitung gemessene Verhältnis von Strom und Spannung. Er wir durch die geometrischen Abmessungen und von Materialkonstanten bestimmt
Widerstand Leiter Gleichstromwiderstand des metallenen Leiters
X  
Y  
Z  
Zählgrundbündel Bei niederpaarigen Außenkabeln aus 5 Vierern zu einem Grundbündel und mehreren Grundbündeln in Lagen verseilt. Das Grundbündel mit rotem offenen Kennwendel als Zählelement (Zählgrundbündel) in jeder Lage gekennzeichnet, die anderen Grundbündel haben offene weiße Wendel
Zählhauptbündel Bei hochpaarigen Außenkabeln aus mehreren Hauptbündeln, die aus mehreren Grundbündeln bestehen. Das Hauptbündel mit einer roten offenen Kernwendel als Zählelement (Zählhauptbündel) in jeder Lage gekennzeichnet, die anderen Hauptbündel haben weiße offene Wendel
Zugbelastung, maximal zulässige Diejenige Kraft, bis zu der ein Kabel unter bestimmten Voraussetzungen ohne Gefahr einer Beschädigung höchstens belastet werden darf
Zugfestigkeit Die auf den Querschnitt bezogene Zugspannung, die beim Zugversuch bei einer gegebenen Zeitdauer ohne Reißen ausgehalten werden muß
Zugspannung Zugspannung / Istquerschnitt. Auf die Flächeneinheit des Leiterquerschnittes bezogene Zugkraft
Zusatzlast Genannte Eislast bei Freileitungen
Zwickelfüllung Material zum Füllen von Zwischenräumen zwischen Verseilelementen 
Zwillingsleitung Zweiadrige flexible Leitung, bei der sich die Adern leicht voneinander trennen lassen

© KVB Beulecke

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